September 29, 2020
jasper

Als Tulpen gegen Grachten getauscht wurden

Finanzwissen aus dem FF – Frenz Finance

“Wenns um Geld geht, gibts nur ein Schlagwort: “Mehr”!” –Andre Kostolany

Wie bestimmt sich der Preis eines Gutes? Richtig, der Preis richtet sich nach dem Angebot und der Nachfrage. Doch was passiert, wenn eine übertriebene Nachfrage besteht und diese Nachfrage nur darauf beruht, dass man das Gut innerhalb kürzester Zeit mit Gewinn wieder verkaufen möchte? 

In dem heutigen Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit der Gier des Menschen und den daraus folgenden Auswirkungen auf den Finanzmarkt.

#3 Als Tulpen gegen Grachten getauscht wurden

Die Börse ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Tatsächlich gibt es Belege dafür, dass die erste börsenähnliche Veranstaltung im 12. Jahrhundert in Italien ins Leben gerufen wurde. Die erste Aktiengesellschaft wurde im Jahr 1407 erwähnt. An dem Ort wo Preise sich innerhalb von Sekunden in die eine oder andere Richtung bewegen, wird im Menschen eines geweckt – die Gier.

Somit war auch klar, dass die erste Spekulationsblase nur eine Frage der Zeit war.

Im Jahre 1634 war es dann so weit. Die erst als langweilig abgestempelten Tulpen haben sich zu einem regelrechten Hype in Holland entwickelt. Tulpen, die noch nicht mal ihre Blüte zeigten, wechselten mehrfach den Besitzer. Ein Beispiel hierfür: die seltene Tulpenart “Semper Augustus” kostete 1624 um die 1200 Gulden, 1625 musste man hierfür schon 3000 Gulden auf den Tisch legen. Der Höhepunkt für diese Tulpenart wurde dann 1636 erreicht, als ein Käufer für diese Tulpenart 4600 Gulden, einen Wagen und zwei graue Stuten mit Zaumzeug und Geschirr bezahlte. 

Wenn man denkt, noch verrückter wird es nicht, der irrt sich. Den absoluten Traumtausch verwirklichte ein Tulpenhändler, der 3 Tulpenzwiebeln gegen eine Brauerei in Utrecht tauschte. Der Gegenwert zu dieser Brauerei waren drei Grachtenhäuser in Amsterdam(!!).

Das verdeutlicht, wie schnell man zu dieser Zeit sein Kapital vervielfachen konnte. Um das Startkapital zu beschaffen wurden Häuser, Höfe und alles, was man zu Geld machen konnte, belastet oder verkauft. Adelige, Bauern, bekannte Maler (Rembrandt), Fischer sie alle zockten mit. Man konnte eine zeitlang immense Gewinne verbuchen. Doch so wie jeder Hype endet, endete auch dieser. Als die ersten anfingen ihre Tulpen zu Geld zu machen und keine neuen mehr nachgekauft wurden, sanken die Preise. Somit entwickelte sich eine Massenangst und viele verkauften ihre Tulpen. Wenn das Angebot sinkt und die Nachfrage auch, passiert was? Genau, die Preise gehen in den Keller.

Viele verloren in der Zeit ihr Hab und Gut. Aus reichen Händlern wurden arme Bettler. Das prominenteste Beispiel hierfür war der bereits erwähnte Maler Rembrandt. Die Bilder des Künstlers werden heute für Millionen versteigert (Rekordpreis waren 23,6 Mio. €). Der Künstler selbst musste in Folge, der durch die Tulpen Hausse verursachten Wirtschaftskrise, 1957 sein Haus versteigern lassen und 1669 verstarb er völlig verarmt.

Spekulationsblasen lassen sich in einem Chart an ihren steilen Anstiegen und den darauf folgenden schnellen Fall des Kurses. Gutes Beispiel hierfür liefert der Chart des Bitcoins.. Eines der bekanntesten Börsen Sprichwörter lautet im Übrigen ride the bubble. 

Merke dir: Von Anfang an, an einem Hype beteiligt sein macht Spaß, wenn die Blase aber platzt, wird es unschön. Wenn die BILD eine Assetklasse pusht, solltest du in den nächsten Tagen überlegen, ob es jetzt nicht an der Zeit wäre zu verkaufen.

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